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Neue Pläne für das alte Rathaus - PNP vom 15.07.08

Über 30 Jahre alt ist das Bürgermeister-Frankenberger-Haus am Bad Füssinger Kurplatz. Die Gemeinde, der das Gebäude gehört, braucht nicht mehr alle Räume. Nun wird über eine teilweise Verpachtung nachgedacht. Foto: Jörg Schlegel

Haupt- und Finanzausschuss denkt an Verpachtung von Räumen im Bürgermeister-Frankenberger-Haus

(Von Bettina Durner, Bad Füssing) Das Bürgermeister-Frankenberger-Haus am Kurplatz, das der Gemeinde gehört, hat wahrlich schon bessere Zeiten gesehen. Es ist über 30 Jahre alt, diente früher auch als Rathaus. Hier war schon die Polizei beheimatet, das Prophylaxe-Zentrum und anderes mehr. Dass über eine teilweise Verpachtung nachgedacht werden solle, meinte Bürgermeister Alois Brundobler bei der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Er informierte die Gemeinderäte, dass die Attika-Abdeckung, bestehend aus 60 Zentimeter hohen und zehn Zentimeter starken Holzbrettbindern, durchgefault sei und schon aus Sicherheitsgründen erneuert werden müsse. Ein neuer Holzkranz unter dem Flachdach koste zwischen 15 000 und 20 000 Euro. Bei der Erneuerung müsse auch das Flachdach rückgebaut werden. Der Bauausschuss hat das auch schon beschlossen. Die Ausschreibung der Arbeiten läuft. Weiter sprach Brundobler die veraltete Heizung an, um die es nicht zum Besten stehe. Und dass es in dem Gebäude noch viel weiter fehlt. Momentan läuft in dem Haus der Kartenvorverkauf der Kurverwaltung, haben Veranstaltungsleiterin Manuela Bauhuber und ihre Mitarbeiterin ein Büro. Auch der Ticketschalter der Bahn ist hier untergebracht. Wie wichtig dieser gerade in einem Kurort ist, unterstrich Brundobler. „So ein Service ist sicher fast einmalig in Bayern, denn hier kann der Bahnreisende alles erfragen“, hofft er, dass trotz Bahnreform der Schalter mit dem Personal bleibt. Weiter gibt es im Bürgermeister-Frankenberger-Haus die Diätküche im Rahmen des „Treffpunkt Gesundheit“. „Ich bin nicht überzeugt, dass wir alle Räume noch selbst brauchen“, meinte Brundobler bei der Sitzung. Und damit auch nicht die ganze Last an Investitions- und Unterhaltskosten. Es seien auch schon Räume zur Verpachtung ausgeschrieben worden, drei Bewerber hätten sich gemeldet. „Wir hätten keine Sorgen, wenn das Haus in einem Top-Zustand wäre“, so stellvertretender Bürgermeister Günter Köck. Doch es sei abgenutzt. Schon in der vergangenen Legislaturperiode sei dies Thema gewesen und Köck nannte Renovierungskosten in Höhe von rund einer Million Euro. Geld, das die Schulden Bad Füssings weiter in die Höhe treiben würde. Ohne dass eine Rendite dahinter stehe. Er sprach sich dafür aus, das Haus nicht zu verkaufen, sondern über eine Erbpacht anzubieten. Und eines war ihm wichtig: Der Name Bürgermeister-Frankenberger-Haus soll erhalten bleiben - als Erinnerung an die Verdienste des früheren Bürgermeister s Max Frankenberger.
Ein öffentliches Gebäude einer anderen Nutzung zuführen, wenn es für die Gemeinde nicht von Nutzen sei, davor solle man nicht zurückschrecken, meinte auch Brundobler. Aber konkret ist noch nichts.

Quelle: Passauer Neue Presse